0:3-Niederlage im Derby
Am 26. Spieltag war unser KSC im Südwest-Derby zu Gast auf dem Betzenberg. Im Spielbericht gibt es die 0:3-Niederlage zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Nach sieben Punkten aus den vorherigen drei Partien sah der Karlsruher Cheftrainer wenig Anlass für Veränderung. Einzig Stammtorwart Hans Christian Bernat kehrte nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Startelf zurück. Vor ihm agierte die Mannschaft erneut im 5-3-2 rund um die in den Vorwochen stark aufspielenden Marvin Wanitzek im zentralen Mittelfeld und Louey Ben Farhat im Sturm. Routinier Robin Himmelmann, der gegen Dresden sein Pflichtspieldebüt für den KSC feiern konnte, nahm diese Woche wieder auf der Bank Platz. Ersatztorhüter Aki Koch rotierte dafür aus dem Kader.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Früher Dämpfer für Blau-Weiß
Pünktlich um 13:30 Uhr pfiff Schiedsrichter Tobias Stieler das 69. Südwest-Derby an. Die KSC-Elf startete energiegeladen in die Partie. Unterstützt von fast 5.000 Gästefans gehörte die erste Chance den Badenern. Bereits in der 2. Spielminute hatte Kapitän Marvin Wanitzek den ersten gefährlichen Abschluss der Partie, der das Tor nur knapp verfehlte. Quasi im Gegenzug waren es jedoch die Gastgeber, die in Führung gingen. Nach Ballverlust im Spielaufbau schaltete das Team von Torsten Lieberknecht schnell um. Hans Christian Bernat konnte zunächst zweimal stark parieren, war beim Nachschuss von Semih Sahin jedoch machtlos (3.). Nach knapp 12 Minuten gab es die nächste Torannäherung für den KSC. David Herold tankte sich über die linke Seite durch, seine Hereingabe konnte jedoch von Lauterns Kim entschärft werden.
Effizienter FCK erhöht
Eine knappe Viertelstunde war gespielt, da erhöhten die Gastgeber auf 2:0. Bei einem Freistoß von FCK-Kapitän Marlon Ritter, den Bernat nur nach vorne abwehren konnte, stand Mergim Berisha richtig und konnte den Ball über die Linie drücken (14.). Die Eichner-Elf brauchte einige Minuten, um sich von dem Schock der beiden frühen Gegentore zu erholen. So waren es in den kommenden Minuten weiterhin die Hausherren, die sich kleinere Chancen herausspielten, allerdings ohne dabei zwingend zu werden.
Nach den ereignisreichen ersten 20 Spielminuten flachte das Spielgeschehen etwas ab. Zwar waren die Karlsruher bemüht und hatten in der Folge mehr Ballbesitz, jedoch gelang es ihnen nicht ihre Angriffe vernünftig zu Ende zu spielen und sich vor das Tor von FCK-Keeper Julian Krahl zu kombinieren.
Eingestellter Support
Nach rund 30 gespielten Minuten kam es im Auswärtsblock zu einem Einsatz der Rettungsanitäter. Daraufhin wurde der Support von beiden Fanseiten für mehrere Minuten eingestellt. An dieser Stelle wünschen wir dem Betroffenen gute Besserung.
Kurz vor der Halbzeit war unser dänischer Schlussmann bei einem Kopfball von Paul Joly zur Glanzparade gezwungen und konnte Schlimmeres verhindern (42.). Wie bereits gegen Dresden lief die Mannschaft von Christian Eichner nach den ersten 45 Minuten einem Zwei-Tore Rückstand hinterher.
Frischer Wind in der Offensive
Christian Eichner reagierte nach der ersten Halbzeit mit einem Doppelwechsel. Leon Opitz und Fabian Schleusener kamen für Christoph Kobald und Roko Simic ins Spiel. Damit gab es die nächste Parallele zum Spiel gegen Dresden, als ebenfalls nach der Halbzeit auf eine Viererkette umgestellt wurde. Die erste Chance nach Wiederanpfiff gehörte allerdings den Gastgebern. Mergim Berisha wurde mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und traf mit seinem Heber über Bernat nur das Gebälk (57.). Der ehemalige Nationalspieler wäre jedoch ohnehin im Abseits gestanden. Kurz darauf wurde Louey Ben Farhat im Strafraum per Hereingabe gefunden, sein Abschluss konnte jedoch geblockt werden (58.).
Erneuter Doppeltausch
Um die Stundenmarke herum wechselte der KSC erneut, Rapp und Egloff kamen für Burnic und Kwon. Durch die Einwechslungen agierten unsere Jungs in blau-weiß offensiver und wollten sichtlich den Anschlusstreffer erzielen. In Folge des Offensivdrangs kamen die Lauterner allerdings das ein ums andere Mal zu Möglichkeiten nach Kontern, vor allem über ihre rechte Seite. In der 77. Spielminute ergab sich wieder eine Möglichkeit für unsere Jungs aus Baden. Im Anschluss an eine Ecke von Marvin Wanitzek, fiel die Kugel knapp 17 Meter vor dem Tor Lilian Egloff vor die Füße. Dessen satter Schuss wurde jedoch abgeblockt.
Wenn du es vorne nicht machst...
Kurz vor Ende der regulären Spielzeit kam die Eichner-Elf zu einer Doppelchance auf den Anschlusstreffer. Zunächst scheiterte Schleusener nach Hackenvorlage von Opitz an Krahl. Unmittelbar danach traf Louey Ben Farhat im Strafraum aus der Drehung nur die Latte.
In der vierten Minute der Nachspielzeit konnten die Pfälzer auf 3:0 erhöhen. Nach einem Ballverlust am eigenen Sechzehner wurde der freistehende Mahir Emreli gefunden, der die Kugel flach ins Tor schoss.
Fazit & Ausblick
Nach einer schwachen Anfangsviertelstunde mit zwei Gegentoren muss sich unsere Elf im Südwest-Derby dem 1.FC Kaiserslautern geschlagen geben. Trotz stetiger Bemühungen gelang es der Mannschaft nicht, den Abstand zu verkürzen und nochmal heranzukommen. Am nächsten Freitag im Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth hat das Team die Chance auf Wiedergutmachung.
Die Daten zur Partie
1.FC Kaiserslautern: Krahl – Joly (71. Redondo), Sirch, Gyamfi, Kim, Haas – Ritter (83. Emreli), Kunze, Sahin (74. Rasmussen), Skyttä (83. Hanslik) - Berisha (71. Bassette)
KSC: Bernat – Jung (71. Pinto Pedrosa), Ambrosius, Franke, Kobald (46. Opitz), Herold – Burnic (59. Egloff), Kwon (59. Rapp), Wanitzek – Simic (46. Schleusener), Ben Farhat
Ergebnis: 3:0
Tore: Sahin (3.), Berisha (14.), Emreli (90+4.)
Gelbe Karten: Simic (7.), Herold (40.), Ambrosius (78.) | Kunze (81.)
Schiedsrichter: Tobias Stieler
Ort: Fritz-Walter-Stadion
Zuschauende: 49.327











