Niederlage im Frankenland
Nach engagiertem Beginn unserer Jungs präsentierte sich der 1. FC Nürnberg in Spiellaune und sorgte für eine deutliche Auswärtsniederlage am Freitagabend.

Christian Eichners Taktik
Wie schon in der Vorwoche lief die Eichner-Elf in Nürnberg mit einer Viererkette im Defensivverbund auf. Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf rotierte unser Cheftrainer allerdings auf einer Position. Neben Fabian Schleusener besetzte Shio Fukuda mit seinem Startelfdebüt anstelle von Louey Ben Farhat die Position im Doppelsturm. Abgesehen davon bekam die selbe Elf in der selben Formation erneut das Vertrauen vom Übungsleiter.
Auf der Gegenseite hoffte der 1. FC Nürnberg den Schwung der Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Miroslav Klose mit in die Partie zu nehmen. Beide Mannschaften trennten vor Beginn der Partie lediglich ein Tabellenplatz und ein Punkt voneinander.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Frühe Chancen hüben wie drüben
Von Beginn an legten beide Mannschaften intensive Zweikampfhärte an den Tag und lauerten auf hohe Ballgewinne. Nach einem solchen setzte Shio Fukuda bereits in der zweiten Spielminute die erste Duftmarke, verzog jedoch deutlich aus der Distanz. Auf der Gegenseite kam Nürnbergs Adam Markhiyev nach einem langen Ball per Kopf zur ersten Offensivaktion. KSC-Schlussmann Hansi Bernat zeigte sich reaktionsschnell am Boden und hielt die Kugel fest (5.).
Klassisches Neutralisieren
Nach dem schwungvollen Start verflachte das Spielgeschehen in den nächsten Minuten und fand zunehmend im Mittelffeld statt. In der 14. Spielminute ging ein Aufschrei durch den blau-weißen Gästeblock: Rafael Pinto Pedrosa tankte sich durch zwei Gegenspieler in den Strafraum und ging zu Boden. Für Schiedsrichter Tobias Stieler allerdings kein Grund, auf den Punkt zu zeigen – die richtige Entscheidung.
Obwohl unsere Jungs offensiv aktiver waren, fand die Partie absolut auf Augenhöhe statt. Zugegebenermaßen hatten aber auch beide Teams jeweils ihre Probleme im Kreieren von klaren Torchancen. In unserer Schaltzentrale forderten Marvin Wanitzek und Dženis Burnić viele Bälle und warteten geduldig auf die Lücke, die die Nürnberger Hintermannschaft bis dato nicht anbieten wollte.
Nürnberger Doppelschlag
Aus dem Nichts tauchte der Club dann vor dem KSC-Tor auf und prompt stand es 1:0. Einen Ball in die Tiefe verwertete zunächst Stoßstürmer Adriano Grimaldi, der am stark reagierenden Bernat scheiterte. In der Folge gelang es der Eichner-Elf nicht, den zweiten Ball unter Kontrolle zu bringen. Julian Justvan kam nach einem Abpraller an die Kugel und schlenzte den Ball sehenswert ins linke untere Eck (25.).
Nur drei Zeigerumdrehungen später klingelte es erneut. Wieder hatte Grimaldi seine Füße im Spiel, als er Julian Justvan im halblinken Raum bediente. Der Torschütze zum 1:0 bekam kaum Gegendruck, zog kompromisslos ab und jagte das Leder unhaltbar unter die Latte (28.). Nach dem bisherigen Spielverlauf enorm bittere Minuten für Blau-Weiß.
Dritter Treffer noch vor der Pause
Die kalte Dusche zog unseren Jungs merklich den Stecker. Obwohl das Bemühen um eine schnelle Antwort durchaus zu sehen war, waren es erneut die Nürnberger, die ihre Fans zum Jubeln brachten. Über die rechte Offensivseite brach die Straßburg-Leihgabe Rabby Nzingoula durch und zog den Ball hart und flach in unseren Strafraum. Am zweiten Pfosten kam Mohamed Zoma völlig ungedeckt zum Abschluss und schob unaufgeregt zum 3:0-Halbzeitstand ein (41.).
Die endgültige Vorentscheidung
Die zweite Hälfte sollte somit zur Mentalitätsprobe für die Eichner-Elf werden. Unser Cheftrainer reagierte zum Wiederanpfiff mit einem Dreifachwechsel: Christoph Kobald, Leon Opitz und Louey Ben Farhat ersetzten Paul Scholl (gelbverwarnt), Meiko Wäschenbach und Fabian Schleusener.
Der Gastgeber zeigte sich davon unbeeindruckt und machte dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Ein Justvan-Pass überbrückte das komplette KSC-Mittelfeld und landete am Fuß von Rabby Nzingoula. Dieser leitete sofort weiter in den Lauf von Mohamed Zoma. Nürnbergs Nummer 23 fackelte nicht lange und beförderte die Kugel knallhart zum 4:0 in die Maschen (49.).
Wanitzek souverän vom Punkt
Angetrieben von der Motivation um Schadensbegrenzung liefen unsere Jungs wütend vorne an. Leon Opitz nutzte von links außen sein Tempo, stieß in den Strafraum vor und wurde ungestüm von den Beinen geholt. Marvin Wanitzek trat standesgemäß an und verwertete den fälligen Elfmeter unten rechts zum 4:1-Anschlusstreffer (59.).
Kurz darauf kam Winter-Neuzugang Hyeokkyu Kwon zu seinem KSC-Debüt.
Aufbäumen schnell im Keim erstickt
Die Franken reagierten besonnen auf das Gegentor und schlugen umgehend zurück. Der wieselflinke Linksverteidiger Berkay Yilmaz arbeitete sich bis zur Grundlinie durch und brachte eine maßgenaue Flanke zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt. Dort stieg der nur 1,74 Meter große Mohamed Zoma ohne Gegnerdruck hoch und köpfte am chancenlosen Bernat im KSC-Tor vorbei (65.). Mit seinem dritten Treffer des Tages bewarb sich der 22-jährige Italiener bereits jetzt zum Man of the Match.
Damit war 25 Minuten vor Schluss die Messe gelesen. Sebastian Jung tauchte zwar nach einem Schlenzer von Louey Ben Farhat nochmal direkt vorm Nürnberger Gehäuse auf, scheiterte allerdings aus kurzer Distanz am glänzend parierenden Jan Reichert (75.).
Auch der eingewechselte Stephan Ambrosius probierte sich nach einem Eckball an der Ergebniskosmetik. Sein Kopfball strich einen guten Meter am Querbalken vorbei (77.).
Da der Club die Partie unaufgeregt zu Ende spielte, passierte in der Schlussphase nichts Erwähnenswertes mehr. Somit musste sich die Eichner-Elf schlussendlich mit 5:1 geschlagen geben.
Fazit & Ausblick
Trotz engagierter Anfangsphase gerieten unsere Blau-Weißen heute in Nürnberg böse unter die Räder und mussten insgesamt fünf Gegentore schlucken. Das Aufbäumen nach Wanitzeks Treffer vom Elfmeterpunkt währte nur kurz, sodass man sich am Freitagabend im Frankenland deutlich geschlagen geben musste.
Nächste Woche empfangen wir im Rahmen des 23. Spieltages im BBBank Wildpark Holstein Kiel. Dort brauchen wir wie jede Woche auch wieder euren Rückhalt und eure Unterstützung!
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat – Jung, Franke , Scholl (46. Kobald), Herold – Wanitzek, Burnić, Wäschenbach (46. Opitz), Pinto Pedrosa (58. Kwon) – Schleusener (46. Ben Farhat), Fukuda (58. Ambrosius)
1.FC Nürnberg: Reichert – von der Hitz (82. Janisch), Gruber, Lochoshvili, Yilmaz – Nzingoula (59. Chaikhoun), Markhiyev, Baack (82. Soldic) – Zoma, Grimaldi (72. Scobel), Justvan (82. Maboulou)
Tore: Wanitzek (59.) | Justvan (25. & 28.), Zoma (41., 49. & 65.)
Schiedsrichter: Tobias Stieler
Ort: Max-Morlock-Stadion
Zuschauende: 29.378











